24.07.2017 - Passagierschiffbrand auf der Donau

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Am Montag, den 24. Juli 2017 wurden wir um 13:39 Uhr zu einem B4 Passagierschiffbrand auf der Donau alarmiert. 

Am Montag Nachmittag brach auf der Donau flussabwärts von Schönbühel an Bord eines Passagierschiffes mit 190 Personen aus unbekannten Gründen ein Kabinenbrand aus. Sofort wurde die höchste Alarmstufe ausgelöst und 17 Feuerwehren aus der näheren Umgebung alarmiert. Die Crewmitglieder versuchten sofort das Feuer zu löschen, was ein stärkeres ausbrechen des Brandes verhinderte. Glücklicherweise konnten die Passagiere auf ein anderes Schiff evakuiert werden, welches kurz nach ausbrechen des Brandes, am ankernden Passagierschiff anlegte. Dieses brachte die Passagiere nach Dürnstein wo sie weiter untersucht und versorgt wurden. 2 Verletzte mussten von dem Hubschraubern abtransportiert werden.

Wir rückten sofort mit 6 Mann und dem KLFA aus und besetzten unser A-Boot im Hafen Luberegg. Ausgestattet mit einer Tragkraftspritze und einem Atemschutzträgertrupp fuhren wir die Donau flussabwärts zur Einsatzstelle. Am Einsatzort angekommen ging der Atemschutztrupp an Bord und führte die Suche nach Brandherden durch. Das A-Boot mit Besatzung brachte die Rettungskräfte zum Schiff und leistete danach Unterstützung auf dem Wasser. Weiter 3 Mann besetzten das Kommandofahrzeug und fuhren zur Einsatzstelle am Donauufer, um dort tatkräftig mitzuhelfen. 

Es wurde ein Atemschutzträgersammelplatz zur Versorgung der ATS Trupps aufgebaut. Neben den 17 eingesetzten Feuerwehren waren auch eine Vielzahl an Rettungssanitätern, Notärzten und Polizisten, sowie 2 Christopherus Hubschrauber und ein Polizei Hubschrauber vor Ort. 

Das Pionierbataillon 3 war mit mehreren Sturmbooten und der 40 Tonnen Fähre vor Ort und leistete Unterstützungsarbeit.

Durch die Rauchentwicklung am Schiff mussten viele Personen von den Rettungskräften versorgt und betreut werden. 8 Personen haben Rauchgasvergiftungen verschiedenen Grades erlitten. Nach ca. 2 Stunden gab es Brandaus und alle betroffenen Personen konnten vom Schiff gerettet werden.

Um ca. 17:30 Uhr konnten wir mit A-Boot und Kommandofahrzeug den Einsatzort verlassen und ins Feuerwehrhaus einrücken um dort die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen.

Text & Fotos: Siegfried Rosenwirth & Dominik Schweiger

 

Last modified on Monday, 24 July 2017 19:58
   

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